Landesverband „Gegenwind BW“ ins Vereinsregister eingetragen

Nach einem langen Antragsverfahren ist es nun endlich geschafft und der „Landesverband der baden-württembergischen Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V.“ (kurz: Landesverband Gegenwind BW) konnte jetzt in das Vereinsregister eingetragen werden.

Neben der Initiative Gegenwind Obergrombach-Helmsheim-Kraichgau e.V. sind bereits 25. Bürgerinitiativen dem Landesverband beigetreten. Nach Auskunft des kommissarischen Vorstandes vertritt der Verband damit in Baden-Württemberg etwa 25.000 Unterstützer. Ziel des Verbandes ist es die Kräfte und Interessen einzelner Bürgerinitiativen zu bündeln, zu koordinieren und ihnen ein landesweites Sprachrohr zu sein. Dazu hält er Kontakte mit Gleichgesinnten in anderen Bundesländern, zum Bundesverband, zur Landes- und Bundespolitik sowie zu gegnerischen Interessenverbänden.

Die nächste Mitgliederversammlung des Landesverbandes findet am 30. März 2014 statt. Bei den dabei stattfindenden Wahlen soll der kommissarische Vorstand vom ersten ordentlichen Vorstand abgelöst werden. Der Ort der Veranstaltung steht derzeit noch nicht fest.

Todesfalle Windrad

Gegenwind e.V. diskutiert mit Ornithologen

In einer Windkraftanlage verunglückter Rotmilan. Brilon, Sauerland (nahe Sunderhof)

In einer Windkraftanlage verunglückter Rotmilan. Brilon, Sauerland (nahe Sunderhof)

Der Verein „Gegenwind Obergrombach-Helmsheim-Kraichgau e.V.“ ist am 29. Januar mit seinem regelmäßigen Informations- und Diskussionsangebot ins Jahr 2014 gestartet. Zum „Gegenwind-Stammtisch“ konnte die Vorsitzende Christiane Berberich unter den über zwanzig Teilnehmern auch Gäste aus Bruchsal, Bretten und Umgebung begrüßen.

Im Mittelpunkt des Abends standen die „Vogelarten im Raum Bruchsal/Weingarten und deren Gefährdung durch Windkraftanlagen (WKA)”. Hierzu hatte Friedhelm Weick, ein anerkannter Ornithologe aus Bruchsal, eine erstaunlich umfangreiche etwa 100 Arten umfassende Liste über die heimische Vogelwelt mitgebracht, in der die jeweilige Gefährdung einer Art durch WKA angegeben wird. Anhand der Liste berichtete Herr Weick ausführlich und beantwortete die vielen Fragen der Teilnehmer kompetent.

Rotmilan im Kraichgau heimisch

Das Vorkommen von Rotmilan und Wespenbussard in oder nahe den Prüfflächen für den Teilflächennutzungsplan Windenergie in Helmsheim, Obergrombach und Gondelsheim spricht nach Meinung der Teilnehmer eindeutig gegen WKA in diesen Bereichen. Hinzu kommt, dass hier auch Fledermäuse heimisch sind, die durch WKA erheblich gefährdet werden.

Fazit

Die Teilnehmer waren sich einig, dass das Argument bedrohter Vogelarten alleine nicht ausreichen wird, Windkraftbefürworter von der zerstörerischen Wirkung der WKA für Mensch, Natur und Landschaft sowie der Unwirtschaftlichkeit der Windenergie im Kraichgau zu überzeugen. Deshalb sind weitere Themen in diesem Zusammenhang für Gegenwind-Stammtische vorgesehen.