Sinn und Unsinn erneuerbarer Energien

Der Deutsche Strommarkt befindet sich im Wandel. Nicht zuletzt die zunehmende Einspeisung von Strom aus regenerativen Quellen stellt die Netzbetreiber vor große Herausforderungen. Trotz sinkender Preise an der Strombörse müssen die Verbraucher zum Bezahlen ihrer Stromrechnung immer tiefer in den Geldbeutel greifen.

Zum dritten Stammtisch in diesem Jahr, zu dem wie immer alle interessierten Bürger eingeladen sind, konnte Herr Dr. Helmut Hausberger als Referent gewonnen werden. Er wird in einem kurzen Vortrag die aktuelle Lage unserer Energieversorgung und den Einfluss der erneuerbaren Energien beschreiben und über deren Potential, ihre Wirtschaftlichkeit und mögliche Risiken berichten. Im Anschluss besteht wieder reichlich Gelegenheit, eigene Fragen an den Experten zu stellen und in lockerer Runde über das Thema zu diskutieren.

Dr. Helmut Hausberger ist Diplom Chemiker im Bereich Strahlenchemie. Aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit, konnte Herr Dr. Hausberger in den vergangenen Jahren die Leistungsfähigkeit und die Verfügbarkeit der konventionellen Energiegewinnung und der erneuerbaren Energien analysieren. Er wird diese Ergebnisse in seinem Vortrag darstellen. Als Mitglied des Landesfachausschusses „Umwelt und Energiepolitik” der CDU Baden-Württemberg sitzt er in einem wichtigen politischen Gremium und wird am Ende seines Vortrages eine kritische Betrachtung des vor kurzem in Berlin stattgefundenem „Energie-Gipfels” zwischen der Bundesregierung und den Vertretern der Bundesländer vornehmen.

Der Stammtisch findet am Mittwoch, 23. April um 19.00 Uhr im Nebenraum des Burgstüble (Hauptstraße 20 in Obergrombach) statt.

Infraschall durch Windkraftanlagen

Dr. von Müller und Dr. Dumm (v.l.n.r.) beim Gegenwind Stammtisch zum Thema "Infraschall"

Dr. von Müller und Dr. Dumm (v.l.n.r.) beim Gegenwind Stammtisch zum Thema „Infraschall“

Bei seinem letzten Infoabend hatte der Obergrombacher Verein „Gegenwind“ den Arzt Dr. Andreas Dumm aus Malsch bei Rastatt zu Gast. Dr. Wolfram von Müller begrüßte im Namen von „Gegenwind“ im „Burgstüble“ seinen Berufskollegen, der auch dem Landesvorstand der 80 zusammengefassten baden-württembergischen Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen angehört, und die etwa 20 Gäste.

Dr. Andreas Dumm hat sich in den letzten Jahren mit einem schwierigen Thema beschäftigt: dem durch WKA’s ausgelösten „Infraschall“ und seine Auswirkungen auf den Menschen.
In der Bundesrepublik Deutschland regelt die Verordnung „TA Lärm“ im Zusammenhang mit der DIN 45680 (Messung und Bewertung tieffrequenter Geräuschimmissionen in der Nachbarschaft) dafür, welche Lärmpegel zumutbar sind. Nicht berücksichtigt jedoch ist Lärm, der jenseits der vom Menschen wahrnehmbaren Hörfrequenzen ist. Je höher eine Windkraftanlage ist, je länger die Rotoren, umso größer die Chance, rentabel Energie zu gewinnen. Zwar sinkt dann auch der hörbare Lärm, jedoch sorgen Luftkomprimierung und Schalldruck für eine Steigerung der Infraschall-Werte. Die Folgen der „tieffrequenten Lärmbelästigung“ sind Schlafstörungen und Depressionen. Nicht bewusst wahrgenommene Signale dringen trotzdem in das Gehirn, lassen den Körper vibrieren oder schädigen den Gleichgewichtssinn des Menschen, was sich anfühlt wie die Seekrankheit.

Untersuchungen in den letzten beiden Jahren haben ergeben, dass nicht hörbare Schallbelästigung Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Nervosität, Herzrasen, Atmungsstörungen und Bluthochdruck hervorrufen können. Jedoch reagiert jeder menschliche Organismus anders.
Tiere können niederschwellige Frequenzen eher vernehmen als menschliche Ohren. Deshalb meiden sie auch WKA-Gelände. Die „Landesanstalt für Umweltschutz des Landes Baden Württemberg“ (LUBW) verneint bis jetzt gesundheitliche Schädigungen durch Infraschall und niederfrequenten Lärm.