End Of Landschaft – Wie Deutschland das Gesicht verliert

Landschaft imOdenwald

Sondervorstellung im Cineplex Bruchsal

Plakat zum Film End Of Landschaft

Der Film „End of Landschaft – Wie Deutschland das Gesicht verliert” ist das Resultat der Recherchen von Autor Jörg Rehmann, der hierfür quer durch Deutschland gereist ist und sich direkt vor Ort ein Bild und seine eigenen Gedanken gemacht hat. Zusammen mit Gegenwind Obergrombach – Helmsheim – Kraichgau e. V.  zeigt das Cineplex Bruchsal am Mittwoch, 3. Juli um 19.30 Uhr diesen Film.

Der Film „End of Landschaft”

Plakat zum Film End Of Landschaft
© soonmedia Jörg Rehmann

In diesem Roadmovie durch das Energiewendeland besucht der Filmemacher Jörg Rehmann Menschen, die mit der von Behörden und Investoren erzwungenen Umgestaltung ihrer Lebensumgebung konfrontiert wurden. Dabei fokussiert sein Blick die „Handschrift der Energiewende“. Also die Art des Vorgehens jener, die im Zeichen der vorgeblichen Rettung der Welt und des Klimaschutzes ein Milliardengeschäft vorantreiben. Flankiert von der Einschätzung hochrangiger Experten wirkt Rehmanns Dokumentation wie ein Röntgenblick in den Maschinenraum der Energiewende.

Der Film schlägt sich nicht auf die Seite von Populisten, hinterfragt keine Klimatheorien und wiederholt keine politischen Positionen. Im Stil einer kritischen Dokumentation geht „End of Landschaft“ mit der Kamera analytisch genau dorthin, wo sich eine Politik auswirkt, die vorwiegend in den Städten gewählt wird.

Der Autor

Portrait des Filmemachers Jörg Rehmann mit Kamera
© soonmedia Jörg Rehmann

Jörg Rehmann beschreibt sich selbst als Musiker, Filmemacher, Fotograf, Journalist und Autor . Dass er sehr vielseitige und zum Teil gegensätzliche Interessen hat verrät ein Blick in die Vita des im niederrheinischen Dinslaken geborenen Tausendsassas.

Angefangen mit einer Lehre als Fotograf und der Arbeit als Synchronsprecher bei den Bavaria Filmstudios hat er bereits früh erste Erfahrungen für eine spätere Tätigkeit als Journalist gemacht. Er besitzt ein Staatsexamen in Kardiotechnik, arbeitete in der Herzchirurgie und hat Musik und Pädagogik im Hauptfach Orgel studiert.

Jörg Rehmann war langjähriger Mitarbeiter beim Wiesbadener Tagblatt und hat bei mehreren Tages- und Fachzeitungen gearbeitet. Des weiteren  wirkte er bei Musiksendungen für den Südwestfunk sowie Reportagen des Deutschlandradios mit. Über eine berufsbegleitende Ausbildung als Videojournalist und Filmautor, die auch die Bereiche Dramaturgie und Drehbuch umfasste, hat er sich das Arbeitsfeld Dokumentarfilm erschlossen.

Seit 2005 befasst sich der Autor mit der Dokumentation der Deutschen Energiewende. In diesem Zusammenhang sind zahlreiche Publikationen entstanden – unter anderem auch der Film „End Of Landschaft”.

Stammtisch: BI Straubenhardt auf dem Weg zum EuGH

Was die Gemeinde Dobel bereits aufgegeben hat will die Bürgerinitiative Gegenwind Straubenhardt zur Not bis zum Europäischen Gerichtshof ausfechten. Es geht um den Rechtsstreit darüber, ob inhaltliche Mängel eines Gutachtens im Rahmen des Zulassungsverfahrens von Windkraftanlagen einen verfahrenstechnischen Mangel darstellen. Der Ausgang eines solchen Verfahrens könnte weitreichende Folgen für zukünftige Projekte aber auch für bestehende Anlagen dieser Art haben.

Von den Obergrombacher Höhen aus kann man die in der Zwischenzeit um Straubenhardt errichteten Windräder sehen. Im Rahmen der losen Stammtische lädt der Verein Gegenwind Obergrombach-Helmsheim-Kraichgau e.V. alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am Donnerstag, 11. April 2019 um 19.30 Uhr ins Vereinsheim des Tennisclub Obergrombach an der Helmsheimer Straße ein. Als Referenten für diesen Abend konnte Herr Ingo Zerrer gewonnen werden. Als Mitglied der Bürgerinitiative Gegenwind Straubenhardt kann er von deren Bemühungen berichten. Außerdem kann er das Verfahren zur Errichtung von Windkraftanlagen erläutern. Damit steht ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung der zu vielen aufkommenden Fragen sicherlich auch eine Antwort hat.

Ingo Zerrer ist neben seinem Engagement in der Bürgerinitiative Straubenhardt auch erster Vorsitzender des Landesverbandes Baden-Württemberg – Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V. Somit hat er sicherlich einen guten Überblick darüber, was sich derzeit im Land in Sachen Windkraft bewegt.

Weitere Informationen zum Stammtisch finden Sie auch in dem Veranstaltungshinweis zu diesem Stammtisch.

Gegenwind ohne Gegenwind

„Zur Zeit ist das Grombachtal nicht als Windkraftanlagengebiet ausgewiesen!”, stellte die erste Vorsitzende Christiane Berberich  nach der Begrüßung der Mitglieder des Vereins bei der Hauptversammlung 2019 fest. Auch der Hornbuckel in Heidelsheim ist aufgrund des Vorhandenseins seltener Vogelarten nicht als WKA-Gelände im Blickpunkt. „Aber das ist kein Grund für uns, sich beruhigt zurück zu lehnen!” stellte Berberich mahnend fest, „die Politik kann sich schnell ändern.”

Schatzmeister Dr. Bernd Stojanik referierte über Soll und Haben der „Gegenwind”-Schatulle. Die Kasse war von den Kassenprüfern Peter Adam und Heiner Eckert geprüft worden. Schriftführer Michael Speck erstattete Bericht über die weiteren „Gegenwind”-Aktivitäten. Der Verein verzeichnet zur Zeit 51 Mitglieder. Auf Antrag von Peter Adam erfolgte die einstimmige Entlastung der Gesamtverwaltung.

Die anstehenden Neuwahlen endeten mit der Weiterverpflichtung von Christiane Berberich (Vorsitzende), Dr.  Bernd Stojanik (Schatzmeister) und Michael Speck (Schriftführer) für weitere zwei Jahre.

Die Verwaltung wird ergänzt durch die Beisitzer Silvia Hilsenbeck, Andreas Frische, Klaus Kehrwecker, Volker Mödinger, Dr. Wolfram von Müller, Norbert Rohleder, Eckbert von Bohlen und Halbach sowie Loni von Rhein.

Für 2019/2020 will „Gegenwind” weiter Augen und Ohren offen halten, um die Gefahr des Baus von Windkraftanlagen im Grombachtal frühzeitig verifizieren zu können. Für das neue Vereinsjahr sind Info-Veranstaltungen, Vorträge und Filmvorführungen vorgesehen.

Nachrichtenblatt 01 – Hornbuckel im Regionalplan

Heute erscheint die erste Ausgabe des Nachrichten­blattes, welches aktuelle Themen aufgreift um kurz und übersichtlich darüber zu informieren. Es wird zukünf­tig in unregelmäßigen Abständen erscheinen. Gleichzeitig ist dies aber auch eine Aufforde­rung an Sie, liebe Leser, sich an der Dis­kussion zu beteiligen. Lassen Sie die Verantwortlichen des Vereins Ihre Meinung wissen oder teilen ihnen mit, was Sie sonst noch interessiert. Ihre Beiträge senden Sie bitte per E­-Mail an „info (at) gegenwind­-kraichgau.de”.

Hornbuckel im Regionalplan

Diese Ausgabe des Infoblattes befasst sich mit den Planungen des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein (RVMO). Er ist für die Regionalplanung im Landkreis Karlsruhe zuständigen. Unabhän­gig davon, ob die jeweiligen Städte und Gemeinden bereits Flächen für Windkraft­anlagen (WKA) in die Flächennutzungsplä­ne aufgenommen haben, hat der RVMO diesen Sommer Vorranggebiete für WKA im Bereich mitt­lerer Oberrhein ausgewiesen. In Bruchsal betrifft dies hauptsächlich Flächen im Gewann Hornbuckal auf Heidelsheimer Gemarkung.

Die Stadt Bruchsal hatte Anfang letzten Jahres mehrere Flächen vorgeschlagen, die nach dem Windenergieerlass geprüft werden sollen. Ein Großteil dieser Flächen liegt um die Stadtteile Obergrombach und Helmsheim. Ein durchgeführtes Arten­schutzgutachten hat nun ergeben, dass der be­sonders geschützte Rotmilan sowie der Wes­penbussard in den betroffenen Gebieten nisten. Insbesondere der Rotmilan wird durch den Betrieb von Windkraftanlagen gefährdet. Deshalb kommen, aufgrund von Deut­schem und Europäischem Recht, diese Flächen für eine solche Nutzung nicht in Frage. Mit diesem Wissen hat der Regionalverband nun das Gebiet um den Hornbuckel auf der Gemar­kung Heidelsheim als Vorranggebiet aus­gewiesen.

Das ausgewiesene Gebiet wird tangiert von Landschaftsschutzgebieten und ist ein beliebtes Naherholungsgebiet für die An­wohner. Hier würde im Falle einer WKA­-Errichtungsgenehmigung ein großes Waldstück für die eigentliche Anlage, Zu­fahrtswege und die benötigte Stromtrasse der Motorsäge zum Opfer fallen. Im Übri­gen wurde kritisiert, dass der Standort mit gerade einmal 1000 Metern zu nahe an der Wohnbebauung liegt. Die Bedenken gründen in erster Linie auf die potenziellen Gefahren durch Infraschall, den Schatten­schlag der Rotoren und den möglichen Wertverlust der Immobilien. In einer Stel­lungnahme im Rahmen der öffentlichen Auslage des RVMO­-Entwurfes hat sich der Bruchsaler Gemeinderat in seiner Sitzung im Mai gegen die Ausweisung des Horn­buckels als Vorranggebiet für WKA ausge­sprochen.

Download

Das gesamte Nachrichtenblatt können Sie sich hier herunter laden: Gegenwind_Nachrichtenblatt_01_2015-08.

Falschinformation – durch wen?

In den „Badischen Neuesten Nachrichten” (BNN) erschien am 08. April 2015 ein Artikel, in dem gefragt wurde: „Stört Infraschall bei der Windkraft?”. Dr. Bernd Stojanik setzte sich mit diesem Artikel auseinander und kam auf eine etwas andere Sichtweise.

Windkraftgegner rücken das Thema Infraschall verstärkt in den Mittelpunkt, um eine Risikovorsorge für die Bevölkerung zu bewirken und nicht um vorrangig den Bau von Windkraftanlagen (WKA) zu verhindern. Infraschall ist für Menschen unhörbar. Erst ab hohen Schalldruckpegeln können wir ihn wahrnehmen. Unhörbar bedeutet jedoch nicht automatisch auch unschädlich. Viele Dinge, die wir nicht wahrnehmen können, wie z.B. UV-Strahlung, radioaktive Strahlung, Umweltgifte in der Nahrung etc., haben schädliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit insbesondere dann, wenn wir ihnen langzeitig ausgesetzt sind. Daher werden für diese gesundheitsschädlichen „Dinge“ vom Gesetzgeber Grenzwerte festgelegt, die sich in ihrer Höhe an der Langzeitexposition der Betroffenen ausrichten. Diese Grenzwerte liegen selbstverständlich weit weg von irgendwie gearteten „Wahrnehmungsschwellen“.

Der Baden-Württembergische Umweltminister und die Landesanstalt für Umwelt (LUBW) behaupten, dass vom Infraschall der WKAs keine schädlichen Wirkungen zu befürchten seien. Ihre Begründung lautet: der Infraschall der WKAs liege deutlich unter der „Wahrnehmungsschwelle“ des Menschen.

Die Orientierung an einer „Wahrnehmungsschwelle“ als untere Grenze des Gesundheitsschutzes ist jedoch aufgrund des aktuellen Wissensstandes nicht mehr akzeptabel. Denn viele medizinisch erfassbaren Wirkungen entstehen durch eine Langzeitbelastung mit Infraschall, dessen Schallpegel deutlich unterhalb der „Wahrnehmungsschwelle“ liegt. Zukünftig muss eine „Wirkschwelle“, die auf den bekannten medizinischen Wirkungen basiert, den Rahmen für eine gesundheitliche Belastung der Bevölkerung festlegen. Zudem muss die gängige Praxis der Kurzzeitmessungen aufgegeben werden, da sie keine Langzeitfolgen erfassen können. Es gibt bisher keine belastbaren Studien, die die Unbedenklichkeit einer langfristigen Einwirkung des Infraschalls unterhalb der Wahrnehmungsschwelle beweisen.

Die Bewertung und Beurteilung von tieffrequenten Geräuschen und zum Teil von Infraschall erfolgt derzeit in Deutschland nach der TA Lärm in Verbindung mit der Norm DIN 45680. Im Rahmen der Überarbeitung der DIN 45680 wurde auf die notwendige Erweiterung des Frequenzbereiches zu tieferen Frequenzen hin verzichtet, so dass der Infraschallbereich unter 8 Hz derzeit nicht beurteilt werden kann. Daher sind die aktuellen Mess- und Auswertungsvorschriften und die benötigten Schallprognosen in Genehmigungsverfahren von WKAs nicht zum Schutz der Bevölkerung vor Infraschall geeignet.

Um diesen Schutz vorsorglich herzustellen, sind die zuständigen Ministerien und Ämter aufgefordert, fundierte und unabhängige Labor- und Feldstudien mit für den Infraschall geeigneten Messmethoden durchzuführen, eine Orientierung an der tatsächlichen Wirkschwelle vorzunehmen und die Wirkungen bei Langzeitexpositionen zu berücksichtigen.

Regional bedeutsame Windenergieanlagen

Gleich mehrfach beschäftigen sich die kommunalen Gremien der Region in den nächsten Tagen mit der Fortschreibung des Regionalplan Mittlerer Oberrhein. Dabei geht es insbesondere um das Kapitel „4.2.5 Erneuerbare Energien” und in „4.2.5.2 Vorranggebiete für regional bedeutsame Windenergieanlagen”. Speziell interessant für Bruchsal ist dabei das Gebiet „Hornbuckel” auf der Gemarkung von Heidelsheim, das in den Regionalplan aufgenommen werden soll.

Am Dienstag, 12. Mai findet hierzu um 19 Uhr eine Bürgerinformation in der Verwaltungsstelle in Heidelsheim statt. Dabei wird auch der Direktor des Regionalverbandes anwesend sein und den Bürgern für Fragen zur Verfügung stehen.

Bereits um 18 Uhr tagt der Gemeinderat im Bürgersaal des Gondelsheimer Rathauses. Auf der Tagesordnung, die mit einer Bürgerfragestunde beginnt, steht unter Punkt vier auch das Thema Windkraft.

Der Gemeinderat der Stadt Bruchsal wird sich in seiner Sitzung am Dienstag, 19. Mai dann unter Tagesordnungspunkt acht mit der Stellungnahme der Stadt Bruchsal zur Fortschreibung des Regionalplans ebenfalls mit diesem Thema auseinander setzen.

Alle oben genannten Veranstaltungen sind öffentlich und interessierte Bürger hierzu herzlich eingeladen.

Dumme Parole

Ein Leserbrief von unserem Mitglied Dr. Bernd Stojanik zum Artikel „Wir wollen uns weiterentwickeln” in der BNN vom 27. Februar 2015.

Die vermeintliche Klimakatastrophe schürt bei manchen doch große Angst. So große Angst, dass sie scheinbar nicht mehr in der Lage sind, klar zu denken. Anders ist es ansonsten nicht erklärbar, wie man fordern kann „den Landkreis bis 2050 Zeozweifrei zu machen“. – Das Wort „Zeozweifrei“ findet man weder im Duden noch bei Wikipedia. – Es wird erklärt mit: „keine schädlichen Kohlendioxid-Emissionen mehr“. Worin unterscheiden sich die „schädlichen“ von den „unschädlichen“ Kohlendioxid-Emissionen? Und wie vereinbart sich der Begriff „CO2-frei“ mit CO2-Emissionen irgendeiner Art? Sollen die Bürger mit solchen plakativen Parolen für dumm verkauft werden?

In einem CO2-freien Landkreis fahren keine mit Benzin oder Diesel betriebene Fahrzeuge mehr, es heizen keine Öl- oder Gas-befeuerten Heizungen mehr, es wächst keine Pflanze mehr, es gibt keinen natürlichen Abbau von Biomasse mehr und zu guter Letzt gibt es keine Bürger mehr, da sie aufhören müssen zu atmen. Denn sie stoßen mit ihrer Atemluft etwa 74000 Tonnen COpro Jahr im Landkreis Karlsruhe aus. Herrliche Aussichten für das CO2-freie Jahr 2050!

Belohnt wird dieser Irrsinn sogar mit einem Preis, übergeben vom Umweltminister Baden-Württembergs. Getreu dem Motto: „Wir können alles. Außer Hochdeutsch.“ wird diese Auszeichnung „European Energy Award“ genannt. Auf deren „Goldumrandung“ legen die Verantwortlichen im Landratsamt besonderen Wert, da sie dadurch „mehr Fördermittel aus bestimmten Förderprogrammen“ erhalten.

Das, mit Verlaub, kann aber erst recht nicht das irrsinnige Ausrufen eines CO2-freien Landkreises begründen!

Ein effizienter – wenn überhaupt notwendiger – Klimaschutz kann weder kommunal noch national, sondern nur global funktionieren.

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Internetseite der Initiative zeozweifrei des Landkreises Karlsruhe.

Bettina Haßler hielt Vortrag über Artenerfassung

Bettina Haßler bei ihrem Vortag über die Dokumentation bedrohter Vogelarten im Vogelhäusle in Obergrombach. Foto: K. Kehrwecker
Bettina Haßler bei ihrem Vortag über die Erfassung bedrohter Vogelarten im Vogelhäusle in Obergrombach. Foto: K. Kehrwecker

In trauter Eintracht fanden sich zusammen etwa 40 Mitglieder des Vogelschutz- und Zuchtvereins Obergrombach und des Vereins Gegenwind Obergrombach-Helmsheim-Kraichgau im „Vogelhäusle“ im Spesental zusammen, um den Worten von Dipl. Oec. Troph. Bettina Haßler zu lauschen. Sie ist Gründungs- und Vorstandsmitglied im Verein „Lebensraum Schluttenbach e.V.“ und hat ihre Aktivitäten dem Schutz der einheimischen Vogelwelt im Kampf gegen des Aufstellen von Windkrafträdern gewidmet.

In ihrem Obergrombacher Vortrag erläuterte sie, wie sie sich seit mehreren Jahren mit dem Artenvorkommen im Großraum Ettlingen und speziell in Schluttenbach auseinandersetzt. Viele Stunden verbringt Haßler mit der Fotokamera in freier Natur, um mit vielen Tausend Bildern zu dokumentieren, welchen Einfluss der Bau von Windkraftanlagen auf bedrohe Tierarten wie Rotmilan, Schwarzmilan, Sperber, Wanderfalke, Turmfalke, Habicht, Bussard und Wespenbussard in ihrer Heimatregion hat. Dabei handelt es sich bei allen Spezies ausnahmslos um solche, die auch im Kraichgau heimisch sind. Hier kommen noch Störche hinzu. Nur durch überzeugende Bild- und Wortbeweise – kartografisch, dokumentarisch und fotografisch – lassen sich Behörden und Politiker davon überzeugen, welche negativen Auswirkungen der Bau von Windkraftanlagen auf die Gefiederten hat. Insbesondere auch dann, wenn – wie im Bereich Bruchsal – das Erreichen einer profitablen Windstärke höchst fraglich ist. So wurde jetzt die Windhöfigkeit für rentable WK-Anlagen von 5,75 m/sec auf 4,75 m/sec reduziert.

Haßler verzeichnet ein vermehrtes Fällen von nachgewiesenen Nistbäumen und das Vergiften von Greifvögeln in Gegenden, wo der Bau von Windkraftanlagen im Raum steht. Damit werden Vogelschutzrichtlinien, die 1979 auf EU-Ebene beschlossen wurden, schlichtweg ausgehebelt. Aus den Reihen der Obergrombacher Vogelexperten wurde das Vorhandensein vieler der erwähnten Vogelarten auf der Gemarkung bestätigt.

Nach etwas über einer Stunde war ein spannender Vortrag mit packenden Bilder zu Ende. Der Vogelschutz- und Zuchtverein Obergrombach veranstaltet am Sonntag, 24. Mai, für alle Interessierten eine „Vogelkundliche Wanderung“. Start ist um 8.00 Uhr beim „Vogelhäusle“. Dazu ist jederman und –frau herzlich eingeladen.

Ein Leserbrief…

…zum Artikel „SPD diskutiert im Kraftwerk” in der BNN vom 05. Februar 2015:

Kohlekraftwerk Niederaußem
Kohlekraftwerk Niederaußem

„Die Energiewende muss trotz aller Schwierigkeiten in den beschlossenen Zeiträumen umgesetzt werden. Für mich ist völlig klar, dass die Energiegewinnung aus Kohle lediglich eine Brückentechnologie bis zum endgültigen Umstieg auf erneuerbare Energien und im Anschluss daran nur noch als Reserve dienen kann“, so eine Gemeinde- und Ortschaftsrätin aus Helmsheim.

Eine erschreckende Aussage. Hier wird mit unbegreiflicher Rigorosität die Umsetzung einer Energiewende gefordert, die in ihrer derzeitigen Form von vielen Bürgern aus unterschiedlichen Gründen abgelehnt wird.

Die unglaubliche und skandalöse, 20 Jahre dauernde finanzielle EEG-Förderung einiger Privilegierter und die sich daraus ergebende EEG-Umlage für alle privaten Stromkunden ist unsozial, zu teuer und unwirtschaftlich. Die weitgehende Reduzierung der Energiewende auf den Einsatz regenerativer Energien ist natur- und landschaftszerstörend. Dies gilt insbesondere für Windkraftanlagen, deren Ausbau verstärkt und regional unkontrolliert betrieben wird. Die hierbei gefährdete Versorgungssicherheit mit Strom wird nur dadurch sichergestellt, dass hinter jedem Kilowatt Leistung einer Windkraft- oder Photovoltaikanlage die gleiche Leistung eines konventionellen Kraftwerks bereit steht. Das wiederum führte in den letzten drei Jahren u.a. zu einer Zunahme des Kohlendioxid-Ausstoßes in der BRD. All dies scheint die Kommunalpolitikerin nicht zu stören. Oder hält sie etwa Lösungen für die Probleme parat?

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