Online-Petition gegen Windräder im Außenbereich

Beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages wurde eine Petition zur Änderung des §35 Baugesetz (BauG) eingereicht, die noch bis zum 03. April mit gezeichnet werden kann.

In der Regel Bedürfen Bauvorhaben in Deutschland eines Bebauungsplanes, den die zuständige Gemeinde in Abstimmung mit dem Regionalplan erstellt. Im Außenbereich sind demnach nur sogenannte „privilegierten” Maßnahmen möglich, die im §35 Baugesetz abschließend aufgeführt sind. Darunter fallen auch Windkraftanlagen, die dadurch generell zu genehmigen sind, soweit „ihre Ausführung oder Benutzung öffentliche Belange nicht beeinträchtigt und die Erschließung gesichert ist”.

Den Gemeinden wird dadurch ein Teil ihrer örtlichen Planungshoheit genommen und das Errichten von Windkraftanlagen überall begünstigt. Die einzige Möglichkeit für die Kommunen ihre Steuerungsfunktion zu erhalten ist die Aufstellung eines sogenannten Teilflächennutzungsplanes, selbst dann, wenn aufgrund der vorherrschenden Windbedingungen ein ökonomisch sinnvoller Betrieb derartiger Anlagen in dem betreffenden Gebiet nicht zu erwarten ist.

Die Petition fordert die Abgeordneten auf, diese Privilegierung zu streichen. Dadurch erhalten die gewählten Vertreter vor Ort und somit die Bürger die Aussicht in Zukunft wieder „über ihre Heimat selbst bestimmen zu können”, so der Text zur Petition.

Unter dem folgenden Link können Sie sich an dieser Petition beteiligen: https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2014/_02/_12/Petition_49690.nc.html

Machen Windräder krank?

Neben den offensichtlichen Beeinträchtigungen durch Windkraftanlagen (WKA) wie den Schattenwurf oder den hörbaren Lärm durch die sich drehenden Rotoren gibt es auch eine weitere, unsichtbare bzw. unhörbare Gefahr. Die Rede ist von Schwingungen unterhalb der Hörschwelle, dem sogenannten Infraschall. Die negativen Auswirkungen auf den Menschen sind bisher noch nicht gänzlich erforscht.

Beim zweiten Stammtisch in diesem Jahr, zu dem wie immer alle interessierten Bürger eingeladen sind, wird Dr. med. Andreas Dumm mögliche Folgen einer Dauerbeschallung durch Infraschall erläutern und einen Überblick über die aktuellen Forschungsergebnisse geben. Im Anschluss besteht reichlich Gelegenheit eigene Fragen an den Experten zu stellen und darüber zu diskutieren.

Dr. med. Andreas Dumm arbeitet nach dem Studium der Humanmedizin, einige Zeit als Arzt in einer Klinik, bevor er mehrere Jahre in unterschiedlichen medizinischen Fachbereichen, unter anderem in der psychosomatischen Grundlagenforschung, tätig war. Mit dem Thema Infraschall beschäftigt er sich aufgrund geplanter WKA-Großprojekte am Wohnort und steht dabei in engem Kontakt mit etwa einem Dutzend Kollegen aus dem ganzen Bundesgebiet.

Der Stammtisch findet am Mittwoch, 26. März um 19.30 Uhr im Nebenraum des Burgstüble (Hauptstraße 20 in Obergrombach) statt.

Die Energiewende im TV (2)

Windkraftanlage bei Gillrath

Windkraftanlage bei Gillrath

Das SWR Wissenschaftsmagazin Odysso bringt am Donnerstag, 13. März um 22 Uhr einen Bericht über „Die vermurkste Energiewende”. Dabei geht es unter anderem um die Frage, was Ökostrom eigentlich wirklich kostet, warum wir trotz Energiewende immer mehr Braunkohlestrom erzeugen und warum in Baden-Württemberg die Windenergie nicht so richtig in Fahrt kommt oder kommen kann. Wer die Sendung nicht live im SWR Fernsehen verfolgen kann, findet den Beitrag auch in der Mediathek.

Kohlekraftwerk Niederaußem

Kohlekraftwerk Niederaußem

Bereits am 24. Februar lief in der NDR-Reihe „45 MIN” ein Bericht zur „Rückkehr der Kohle”. Die Autoren Inge Altemeier und Steffen Weber sind der Frage nachgegangen warum in Zeiten der Energiewende so viel Kohle wie nie verbraucht wird und neue Kraftwerke gebaut werden. Außerdem kämpfen immer mehr Menschen in der Nähe von Kohlekraftwerken mit gesundheitlichen Einschränkungen. Der Bericht versucht eine Antwort zu finden, ob möglicherweise die Abgase der Öfen dafür verantwortlich sind. Auf der Internetseite zur Sendung finden sich viele interessante Hintergrundberichte.

Im Jahr 2012 hat sich das Magazin Panorama zweimal mit der deutschen Energiewende beschäftigt. In der Sendung vom 10. Mai 2012 ging es in einem etwa fünf minütigem Beitrag um „Ökostrom: neue sinnlose Subventionen”. Die Sendung vom 21. Juni befasste sich eine halbe Stunde lang mit der „Energiewende: Größenwahn statt Megaplan”.

Landesverband „Gegenwind BW“ ins Vereinsregister eingetragen

Nach einem langen Antragsverfahren ist es nun endlich geschafft und der „Landesverband der baden-württembergischen Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V.“ (kurz: Landesverband Gegenwind BW) konnte jetzt in das Vereinsregister eingetragen werden.

Neben der Initiative Gegenwind Obergrombach-Helmsheim-Kraichgau e.V. sind bereits 25. Bürgerinitiativen dem Landesverband beigetreten. Nach Auskunft des kommissarischen Vorstandes vertritt der Verband damit in Baden-Württemberg etwa 25.000 Unterstützer. Ziel des Verbandes ist es die Kräfte und Interessen einzelner Bürgerinitiativen zu bündeln, zu koordinieren und ihnen ein landesweites Sprachrohr zu sein. Dazu hält er Kontakte mit Gleichgesinnten in anderen Bundesländern, zum Bundesverband, zur Landes- und Bundespolitik sowie zu gegnerischen Interessenverbänden.

Die nächste Mitgliederversammlung des Landesverbandes findet am 30. März 2014 statt. Bei den dabei stattfindenden Wahlen soll der kommissarische Vorstand vom ersten ordentlichen Vorstand abgelöst werden. Der Ort der Veranstaltung steht derzeit noch nicht fest.

Todesfalle Windrad

Gegenwind e.V. diskutiert mit Ornithologen

In einer Windkraftanlage verunglückter Rotmilan. Brilon, Sauerland (nahe Sunderhof)

In einer Windkraftanlage verunglückter Rotmilan. Brilon, Sauerland (nahe Sunderhof)

Der Verein „Gegenwind Obergrombach-Helmsheim-Kraichgau e.V.“ ist am 29. Januar mit seinem regelmäßigen Informations- und Diskussionsangebot ins Jahr 2014 gestartet. Zum „Gegenwind-Stammtisch“ konnte die Vorsitzende Christiane Berberich unter den über zwanzig Teilnehmern auch Gäste aus Bruchsal, Bretten und Umgebung begrüßen.

Im Mittelpunkt des Abends standen die „Vogelarten im Raum Bruchsal/Weingarten und deren Gefährdung durch Windkraftanlagen (WKA)”. Hierzu hatte Friedhelm Weick, ein anerkannter Ornithologe aus Bruchsal, eine erstaunlich umfangreiche etwa 100 Arten umfassende Liste über die heimische Vogelwelt mitgebracht, in der die jeweilige Gefährdung einer Art durch WKA angegeben wird. Anhand der Liste berichtete Herr Weick ausführlich und beantwortete die vielen Fragen der Teilnehmer kompetent.

Rotmilan im Kraichgau heimisch

Das Vorkommen von Rotmilan und Wespenbussard in oder nahe den Prüfflächen für den Teilflächennutzungsplan Windenergie in Helmsheim, Obergrombach und Gondelsheim spricht nach Meinung der Teilnehmer eindeutig gegen WKA in diesen Bereichen. Hinzu kommt, dass hier auch Fledermäuse heimisch sind, die durch WKA erheblich gefährdet werden.

Fazit

Die Teilnehmer waren sich einig, dass das Argument bedrohter Vogelarten alleine nicht ausreichen wird, Windkraftbefürworter von der zerstörerischen Wirkung der WKA für Mensch, Natur und Landschaft sowie der Unwirtschaftlichkeit der Windenergie im Kraichgau zu überzeugen. Deshalb sind weitere Themen in diesem Zusammenhang für Gegenwind-Stammtische vorgesehen.

Stammtisch im Januar widmet sich den Vogelarten im Raum Bruchsal

Der erste Stammtisch im neuen Jahr, zu dem wie immer alle interessierten Mitbürger herzlich eingeladen sind, widmet sich den „Vogelarten im Raum Bruchsal und deren Gefährdung durch Windkraftanlagen“. Hierzu wird Friedhelm Weick, ein anerkannter Ornithologe aus Bruchsal, einiges über die heimische Vogelwelt berichten und für Fragen zur Verfügung stehen.

Herr Weick ist Mitglied der Deutschen Ornithologischen Gesellschaft und des Vereins sächsischer Ornithologen. Er arbeitete unter anderem als wissenschaftlicher Grafiker am Staatlichen Museum in Karlsruhe, hat einige Fachbücher veröffentlicht und war hauptsächlich als Illustrator an mehr als 100 weiteren Büchern und Zeitschriftenpublikationen beteiligt.

Der Stammtisch findet am Mittwoch, 29. Januar um 19.30 Uhr im Nebenraum des Burgstüble (Hauptstraße 20 in Obergrombach) statt.

Gegenwind nimmt Fahrt auf

Rückblick 2013

Im Frühjahr trafen sich einige Bürger zum ersten Mal, um die Möglichkeiten einer Eindämmung der Verspargelung des Kraichgau zu erörtern. Aus diesem Treffen hat sich schnell ein Verein entwickelt, der nur wenige Wochen später gegründet und bereits am 03. Juli ins Vereinsregister eingetragen wurde.

Knapp 50 Mitglieder konnten seitdem gewonnen werden und zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen wurden durchgeführt. Zu nennen wären da die monatlichen Stammtische, die allen Interessierten offen stehen und die Möglichkeit bieten sich zum Thema erneuerbare Energien und deren Auswirkungen auf Umwelt und Natur zu diskutieren, der Infostand beim real,- und nicht zuletzt die gut besuchte Informationsveranstaltung mit Herrn Trippe in der Turnhalle zu der Frage, wie die Energiewende ökologisch und ökonomisch zu meistern ist.

Auch für das kommende Jahr haben sich die Verantwortlichen um die erste Vorsitzende Christiane Berberich einiges vorgenommen. Es ist zum Beispiel vorgesehen die einzelnen Stammtische unter ein spezielles Motto zu stellen und einen Referenten einzuladen, der hierzu einen kurzen Vortrag hält, um im Anschluss noch reichlich Gelegenheit zur Diskussion zu bieten. „Das wird eine spannende Sache und es gibt zahlreiche interessante Themenvorschläge. Lassen Sie sich überraschen!“, so die Vorsitzende Frau Berberich, die sich auf diesem Wege bei allen Mitgliedern und Helfern für die Arbeit im letzten halben Jahr bedanken möchte. „Wir sind natürlich froh über jeden, der uns unterstützt. Vor allem freuen wir uns über weitere Mitglieder, denn nur so können wir uns bei den Verantwortlichen in der Politik genügend Gehör für unsere Anliegen verschaffen.“, so die Vorsitzende weiter.

Vorankündigung 2014

Die nächsten offenen Stammtische finden jeweils mittwochs um 19.30 Uhr am 29.
Januar, 26. März sowie am 23. April statt. Der genaue Ort und das jeweilige
Thema werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Die Energiewende im TV

In einem Beitrag des ARD Magazins Plusminus beleuchten die Autoren in der Sendung vom 9. Oktober die Tatsache, dass durch die Energiewende und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vor allem moderne CO2-arme Gaskraftwerke auf der Strecke bleiben und zum Teil -unter anderem von der EnBW- nicht gebaut werden, weil der Strom von alten Braunkohlekraftwerken vorrangig in das Versorgungsnetz eingespeist werden muss, um Schwankungen von Wind und Sonne auszugleichen.

Schon vor etwas längerer Zeit, nämlich am 19. September, lief auf Arte im Rahmen eines Themenabends eine etwa 70-minütige Dokumentation zum „Experiment Energiewende – Deutschlands einsame Revolution”. Alle, die diese empfehlenswerte Reportage nicht sehen konnten, haben die Möglichkeit sich diese nochmals auf YouTube anzusehen.