Die Energiewende im TV

In einem Beitrag des ARD Magazins Plusminus beleuchten die Autoren in der Sendung vom 9. Oktober die Tatsache, dass durch die Energiewende und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vor allem moderne CO2-arme Gaskraftwerke auf der Strecke bleiben und zum Teil -unter anderem von der EnBW- nicht gebaut werden, weil der Strom von alten Braunkohlekraftwerken vorrangig in das Versorgungsnetz eingespeist werden muss, um Schwankungen von Wind und Sonne auszugleichen.

Schon vor etwas längerer Zeit, nämlich am 19. September, lief auf Arte im Rahmen eines Themenabends eine etwa 70-minütige Dokumentation zum „Experiment Energiewende – Deutschlands einsame Revolution”. Alle, die diese empfehlenswerte Reportage nicht sehen konnten, haben die Möglichkeit sich diese nochmals auf YouTube anzusehen.

Windkraftanlagen sind „nachtaktiv“

Dass Windkraftanlagen nicht nur tagsüber weithin sichtbare Objekte in der Landschaft sind beweist auf sehr deutliche Art und Weise die Internetseite Gegenwind Starnberg.

In dem Beitrag „Nächtliche Illuminationen” zeigt Autor Franz Pentenrieder einige Aufnahmen von Jörg Rehmann. Zu sehen sind Fotos von Biebern und Simmern im Hunsrück. Ein kurzes Video des Windparks Zöschingen im Landkreis Dillingen an der Donau verdeutlicht zudem das Blinken der Positionslampen.

Ist die Energiewende zu meistern?

Es vergeht kaum ein Tag an dem in den Nachrichten nicht von der Energiewende und der sog. EEG-Abgabe die Rede ist. Mit einer ersten Informationsveranstaltung am Montag, 09. September um 19.30 Uhr in der Turnhalle in Obergrombach möchte der Verein allen interessierten Bürgern die Gelegenheit geben sich über dieses Thema zu informieren.

Hierzu konnte Dipl. Ing. Jörg Trippe, ein ausgesprochener Fachmann in Sachen Energie, als Referent gewonnen werden. In seinem Vortrag wird er darauf eingehen, ob die Energiewende ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll zu meistern ist und ob es Alternativen hierzu gibt. Hierbei werden auch die Aspekte Strompreiserhöhungen, Versorgungssicherheit, Energieeinsparung und Energieeffizient näher beleuchtet.

Alle weiteren Details zu dieser Veranstaltung finden Sie im Kalender.

„Gegenwind“ aus der Taufe gehoben

Seit einigen Tagen ist die Obergrombacher Vereinsfamilie um ein neues Mitglied reicher: den Verein „Gegenwind“ Obergrombach-Helmsheim-Kraichgau.

14 Männer und Frauen legten den Grundstein für den Verein, der sich laut Satzung „für die Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege im Sinne des Bundesnaturschutzes und der Naturschutzgesetzes der Länder, des Umweltschutzes und des Hochwasserschutzes” einsetzt.

Aktueller Anlass der Vereinsgründung ist die aktuelle Energiepolitik der Bundesrepublik und des Landes Baden-Württemberg. Durch Einleitung der „Energiewende“ und Abkehr von der Atomenergie sollen die Energielücken durch regenerative Energieträger ersetzt werden. Baden-Württemberg setzt dabei in besonderem Maße auf die Nutzung der Windenergie. In Baden-Württemberg wurden 4.100 Plätze ausgewiesen, die für den Bau von Windkraftanlagen geeignet sind.

Weitere Satzungsparagraphen widmen sich der „Verhinderung von Industrieanlagen in Natur- und Kulturlandschaften“ sowie des “Erhalts der natürlichen Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen und Förderung des Bewusstseins in der Bevölkerung in diesem Sinne.“ Christiane Berberich erörterte der Versammlung die Vereinssatzung, deren Inhalt bereits vorher mit dem Amtsgericht und dem Finanzamt abgesprochen worden ist. Nach geringfügigen Änderungen wurde die Satzung von den Anwesenden einstimmig verabschiedet.

Für die ersten Neuwahlen wurde Jens Skibbe als Wahlleiter bestimmt. Folgende Ergebnisse sind zu verzeichnen: 1. Vorsitzende – Christiane Berberich; 2. Vorsitzender – Bernhard Köhler; Schatzmeister – Dr. Bernd Stojanik; Schriftführer – Michael Speck; Beisitzer – Silvia Hilsenbeck, Dr. Wolfram von Müller, Norbert Rohleder, Klaus Kehrwecker, Holger Berberich, Volker Mödinger und Eckbert von Bohlen und Halbach. Kassenprüfer wurden Peter Adam und Bettina Pfannendörfer. Sämtliche Berufungen erfolgten einstimmig.

Der Jahresbeitrag wurde auf 12,00 Euro festgesetzt. Das besondere Augenmerk von „Gegenwind“ wird in naher Zukunft auf den Windanlagen-Bau im Kraichgau gerichtet sein.

In einer sehr gut besuchten Veranstaltung im Januar dieses Jahres ließen die Verantwortlichen der Stadt Bruchsal sowie der Stadtwerke durchblicken, das die Verwaltungsgemeinschaft Bruchsal-Forst-Hambrücken-Karlsdorf/Neuthard einem Windkraft-Standort auf Obergrombcher Gemarkung den Vorrang einräumen will.

Ebenso informierte die Gebietsgemeinschaft Bretten-Gondelsheim-Walzbachtal darüber, dass sie als Standort für 12 Windkrafträder ein Waldgebiet bestimmen wird, das unmittelbar an die Obergrombacher Gemarkung angrenzt.

Wer weitere Informationen über „Gegenwind“ haben möchte oder Mitglied werden will, kann sich an Christiane Berberich (email: christiane.berberich@arcor.de; Tel.: 07257/1092) oder Dr. Bernd Stojanik (email: bernd.stojanik@t-online.de; Tel.: 07257/9252299) wenden.