Stammtisch: BI Straubenhardt auf dem Weg zum EuGH

Was die Gemeinde Dobel bereits aufgegeben hat will die Bürgerinitiative Gegenwind Straubenhardt zur Not bis zum Europäischen Gerichtshof ausfechten. Es geht um den Rechtsstreit darüber, ob inhaltliche Mängel eines Gutachtens im Rahmen des Zulassungsverfahrens von Windkraftanlagen einen verfahrenstechnischen Mangel darstellen. Der Ausgang eines solchen Verfahrens könnte weitreichende Folgen für zukünftige Projekte aber auch für bestehende Anlagen dieser Art haben.

Von den Obergrombacher Höhen aus kann man die in der Zwischenzeit um Straubenhardt errichteten Windräder sehen. Im Rahmen der losen Stammtische lädt der Verein Gegenwind Obergrombach-Helmsheim-Kraichgau e.V. alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am Donnerstag, 11. April 2019 um 19.30 Uhr ins Vereinsheim des Tennisclub Obergrombach an der Helmsheimer Straße ein. Als Referenten für diesen Abend konnte Herr Ingo Zerrer gewonnen werden. Als Mitglied der Bürgerinitiative Gegenwind Straubenhardt kann er von deren Bemühungen berichten. Außerdem kann er das Verfahren zur Errichtung von Windkraftanlagen erläutern. Damit steht ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung der zu vielen aufkommenden Fragen sicherlich auch eine Antwort hat.

Ingo Zerrer ist neben seinem Engagement in der Bürgerinitiative Straubenhardt auch erster Vorsitzender des Landesverbandes Baden-Württemberg – Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V. Somit hat er sicherlich einen guten Überblick darüber, was sich derzeit im Land in Sachen Windkraft bewegt.

Weitere Informationen zum Stammtisch finden Sie auch in dem Veranstaltungshinweis zu diesem Stammtisch.

Gegenwind ohne Gegenwind

„Zur Zeit ist das Grombachtal nicht als Windkraftanlagengebiet ausgewiesen!”, stellte die erste Vorsitzende Christiane Berberich  nach der Begrüßung der Mitglieder des Vereins bei der Hauptversammlung 2019 fest. Auch der Hornbuckel in Heidelsheim ist aufgrund des Vorhandenseins seltener Vogelarten nicht als WKA-Gelände im Blickpunkt. „Aber das ist kein Grund für uns, sich beruhigt zurück zu lehnen!” stellte Berberich mahnend fest, „die Politik kann sich schnell ändern.”

Schatzmeister Dr. Bernd Stojanik referierte über Soll und Haben der „Gegenwind”-Schatulle. Die Kasse war von den Kassenprüfern Peter Adam und Heiner Eckert geprüft worden. Schriftführer Michael Speck erstattete Bericht über die weiteren „Gegenwind”-Aktivitäten. Der Verein verzeichnet zur Zeit 51 Mitglieder. Auf Antrag von Peter Adam erfolgte die einstimmige Entlastung der Gesamtverwaltung.

Die anstehenden Neuwahlen endeten mit der Weiterverpflichtung von Christiane Berberich (Vorsitzende), Dr.  Bernd Stojanik (Schatzmeister) und Michael Speck (Schriftführer) für weitere zwei Jahre.

Die Verwaltung wird ergänzt durch die Beisitzer Silvia Hilsenbeck, Andreas Frische, Klaus Kehrwecker, Volker Mödinger, Dr. Wolfram von Müller, Norbert Rohleder, Eckbert von Bohlen und Halbach sowie Loni von Rhein.

Für 2019/2020 will „Gegenwind” weiter Augen und Ohren offen halten, um die Gefahr des Baus von Windkraftanlagen im Grombachtal frühzeitig verifizieren zu können. Für das neue Vereinsjahr sind Info-Veranstaltungen, Vorträge und Filmvorführungen vorgesehen.