Windpark kollidiert mit Artenschutz

Fotomontage: Blick von der Schuberstraße Richtung Heuberg

Gutachten liegt vor

Das Ergebnis eines vom Verein Gegenwind Obergrombach – Helmsheim – Kraichgau e.V. und der Ortsgruppe Weingarten/Walzbachtal in Auftrag gegebenes Gutachten zeigt, dass der geplante Windpark auf dem Heuberg nicht mit dem Umwelt- und Naturschutz vereinbar ist. Es liefert wichtige Argumente, die eindeutig gegen das Vorhaben sprechen.

Ende letzten Jahres begann die EnBW mit lasergestützten Messungen der Windgeschwindigkeiten auf dem Heuberg bei Weingarten. Etwa zur selben Zeit hat der Verein, nach Absprache mit dem Dachverband, einen anerkannten Gutachter damit beauftragt ein „Gutachten zu den Aspekten von Umwelt- und Naturschutz für den Hinteren Heuberg“ zu erstellen. Dieser frühe Zeitpunkt war notwendig, da die Erstellung einer belastbaren Analyse etwa ein Jahr in Anspruch nimmt. Unter anderem ist dies an die Nistzeiten der bedrohten Vogelarten gebunden.

Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens kann bei der Planung zur Errichtung von Windenergieanlagen auch eine sogenannte Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich werden. Hierzu kann ein unabhängig vom Investor und professionell erstelltes Gutachten wichtige Kriterien gegen den Bau solcher Anlagen liefern. Diese könnten bei einem möglichen Rechtsstreit vor Gericht die ausschlaggebenden Argumente sein.

Unüberwindbare Hindernisse

Die Ergebnisse des Gutachtens sagen klar aus: Gemäß Arten- und Naturschutz bestehen für ein Planvorhaben, wie den Bau und den Betrieb von Windenergieanlagen, innerhalb der Planfläche bei Weingarten unüberwindbare naturschutzrechtliche Planungshindernisse. Damit sehen sich die Verantwortlichen im Verein in ihrer Einschätzung bestätigt. „Das Gutachten dient uns allen zur Erhaltung unserer Natur- und Kulturlandschaft und der schützenswerten Tierwelt, die sich selber nicht vor uns Menschen schützen kann”, so die zweite Vorsitzende Frau Görner.

Das Gutachten dient uns allen zur Erhaltung unserer Natur- und Kulturlandschaft und der schützenswerten Tierwelt, die sich selber nicht vor uns Menschen schützen kann.

Susanne Görner (2. Vorsitzende), Weingarten

Der Verein engagiert sich bereits seit 2013 für den Schutz unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt und den Erhalt der typischen Kraichgaulandschaft. Allein aus den Mitgliedsbeiträgen lässt sich ein so aufwendiges Gutachten nicht finanzieren. Immerhin belaufen sich die Kosten hierfür auf etwa 35.000 Euro. In einer ersten Spendenkampagne Anfang des Jahres konnte jedoch bereits die Hälfte der benötigten Mittel eingeworben werden. Dies ermöglichte die Beauftragung des Gutachters. Nun, da die Ergebnisse vorliegen, muss auch die zweite Hälfte bezahlt werden. Hierbei ist jede Spende willkommen und hilfreich.

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Gegenwind Obergrombach-Helmsheim-Kraichgau e.V.
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